Holzbauweise unweit des Plöner Sees

24.02.2024

... ein Haus mit drei individuellen Wohneinheiten in Holzbauweise. Im Ausdruck eine Neuinterpretation ortstypischer Scheunen, mit intelligent reduzierter Haustechnik, konstruiert aus wenigen und „sortenrein“ eingesetzten Materialien. Der nördlichen Grundstücksbegrenzung folgend knickt das Langhaus mittig ab und maximiert somit gleichzeitig die Länge der Gartenfassade nach Süden. Die drei Einheiten sind jeweils vertikal organisiert: mit großzügigen Wohnbereichen auf Gartenebene, offenen Galerien und kompakten, aber räumlich komplexen „Schlafmaisonetten“ im Obergeschoss. Innenräumlich prägen die Holzoberflächen der Wände und Decken sowie die Blickbeziehungen in die Natur den Charakter des Hauses.

Die regional gefertigten Holzrahmenelemente der Außenwände werden innen durch sichtbar belassene Massivholzelemente ergänzt. Eine typische historische Fassadengliederung der regionalen Hofarchitektur, die ein plastisches Staffeln in den unterschiedlichen Geschossen zeigt, wird neu interpretiert: Während die vertikal gegliederte Holzverschalung im Erdgeschoss räumliche Tiefe und Struktur erhält, ist die Fassade im Obergeschoss glatter ausgebildet und springt etwas nach außen. Durch die klare Trennung wird die Länge des Hauses betont, die vertikale Schalung wiederum gibt dem Gebäude Dynamik und Struktur.

Die dringende Notwendigkeit, den Ressourcenverbrauch zu minimieren und CO2-Emissionen zu reduzieren, ist das Leitmotiv unserer täglichen Arbeit geworden. Die Holzbauweise ermöglicht es, CO2 für lange Zeit zu binden – bei gleichzeitig wohngesunden Innenräumen und schnellen Fertigungszeiten.